Bewerbermanagement ist ein komplexes Thema. Um erstmal einen Ansatz zu finden, in welche Richtung ich meine Masterarbeit weiter vorwärts treiben kann, habe ich mich heute vor allem mit 3 Fragen beschäftigt:
1) Welche Nachteile liegen in der aktuellen Organisation des Bewerbermanagements im Unternehmen?
2) Wie könnte der Prozess optimert werden?
3) Welche Funktionen müsste ein System bieten um den optimierten Prozess zu unterstützen?
Die Fragen haben alle einen relativ großen “Erfassungsbereich” und sind damit wenig konkret. Es kann keine Pauschalrezept benannt werden, welches die Fragen nach Schema X lösen kann. Dennoch möchte ich versuchen, einen allgemeinen Ansatz zu zeigen.
Um 1) beantworten zu können, muss zunächst eine kritische Bestandsaufnahme des Prozesses durchgeführt werden: Welche Informationen habe ich vorliegen, die nicht ausgewertet werden? Erhebe ich gar Informationen, welche nirgendwo festgehalten und gespeichert werden? Welche Informationen erfasse ich erst gar nicht? Und das wichtigste: Welche Potentiale bieten mit diese ? z. B. können Notizen während eines Gespräches, welche nicht archiviert werden, wichtige Details enthalten.
2) beschreibt das Bestreben, die unter 1) erkannten Misstände zu beseitigen bzw. Konzepte zu deren Beseitigung zu entwickeln. Nach dem 80/20 Prinzip reicht hier schon die Korrektur der größten Fehler bzw. die Nutzung der größten Potentiale (das sind meist die, die sich bei der Bestandsaufnahme regelrecht aufdrängen….. “Wieso machen wir eigentlich nicht…?”).
Sind Nachteile erkannt worden und Optimierungen durchdacht lautet die Frage für IT-ler natürlich direkt: 3) Wie kann ein System die optimierten Prozesse unterstützen? Gerade das Bewerbermanagement ist ein Bereich der sehr stark von subjektiven Eindrücken geprägt ist und daher sehr stark “menschlichen Empfindungen” unterliegt. Systeme müssen also den Menschen bei der Auswahl und Einschätzung geeigneter Kandidaten entsprechend unterstützen in dem sie relevante Informationen zur richtigen Zeit präsentieren.